Diabetes & Stoffwechselforschung
Diabetes beeinträchtigt nicht nur den Glukosestoffwechsel, sondern stört auch den Fett- und Proteinstoffwechsel. Im Laufe der Zeit können diese Stoffwechselstörungen zu Komplikationen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nervenschäden, Nierenerkrankungen und anderen führen. Angesichts der etablierten Rolle von Typ-2-Diabetes und anderen Stoffwechselerkrankungen – wie Adipositas, Dyslipidämie und metabolisches Syndrom – als anerkannte Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen umfassen die Patientenkohorten des VIVIT eine erhebliche Anzahl von Patientinnen und Patienten mit diesen Stoffwechselstörungen. Diese Zusammensetzung ermöglicht einen spezialisierten Forschungsschwerpunkt auf diese ungünstigen Stoffwechselzustände. Unsere Stoffwechselforschung untersucht das komplexe Zusammenspiel genetischer, umweltbedingter und lebensstilbezogener Faktoren, die diese Störungen antreiben, und bewertet gleichzeitig deren Auswirkungen auf die Prognose und die Ergebnisse von Patientinnen und Patienten mit kardiovaskulärem Risiko. Zusätzlich zu dieser patientenorientierten Forschung betreibt das VIVIT Grundlagenforschung zu adipositasbedingten Komplikationen. Zu diesem Zweck werden Adipozyten im Labor des VIVIT unter verschiedenen Bedingungen kultiviert, beispielsweise in einer sauerstoffarmen Umgebung, um die Auswirkungen von Sauerstoffmangel auf das Fettgewebe nachzuahmen. Dieser Zustand chronischer Hypoxie ist dafür bekannt, Entzündungsreaktionen und Stoffwechselveränderungen auszulösen, wodurch Mechanismen, die adipositasbedingten Erkrankungen zugrunde liegen, aufgedeckt werden.
Durch diese Ansätze strebt das VIVIT an, das Verständnis der Mechanismen zu vertiefen, die Stoffwechselstörungen wie Diabetes und Adipositas mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbinden. Durch die Identifizierung wichtiger Signalwege und kritischer Biomarker trägt unsere Forschung maßgeblich zur wachsenden Wissensbasis in der Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Wissenschaft bei und hilft dabei, innovative Strategien zur Prävention, Früherkennung und personalisierten Behandlung zu entwickeln.

