Krebsforschung

Bösartige Tumoren sind die zweithäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Krebsforschung des VIVIT konzentriert sich auf die Identifizierung von Biomarkern, die das therapeutische Ansprechen und das Fortschreiten von Krebs beeinflussen können.

Im Rahmen eines EU-geförderten Projekts und in Zusammenarbeit mit mehreren klinischen Zentren wurden Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem Brust- oder Darmkrebs in prospektive Studienkohorten eingeschlossen. Verschiedene im molekularen Labor des VIVIT analysierte Biomarker, darunter zirkulierende freie DNA und Proteine, wurden mit der Krebsprognose in Verbindung gebracht. In einem aktuellen Projekt werden Patientinnen und Patienten, bei denen Darmkrebs diagnostiziert wurde, in Zusammenarbeit mit den chirurgischen und onkologischen Abteilungen der Landeskrankenhäuser Feldkirch und Bregenz rekrutiert. Während der Operation werden Gewebeproben entnommen, und vor der Operation sowie während der Behandlung werden Blutproben abgenommen. Diese Patientinnen und Patienten werden prospektiv nachverfolgt, wobei Rezidivraten und Sterblichkeit erfasst werden. Die gesammelten Daten liefern wertvolle Einblicke in das Fortschreiten der Erkrankung und die Wirksamkeit der Behandlungen. Durch die Beobachtung dieser Patientinnen und Patienten im Laufe der Zeit strebt das VIVIT an, Muster und Zusammenhänge zwischen bestimmten Biomarkern und klinischen Ergebnissen zu identifizieren. Diese Erkenntnisse könnten den Weg für personalisiertere Krebstherapien ebnen und eine bessere Vorhersage von Behandlungsreaktionen sowie verbesserte Strategien im Patientenmanagement ermöglichen.

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